Sonntag, 28. Januar 2007

Bravo Edi - und herzlichen Glückwunsch!

"Ohne Fleiss - kein Preis!"

Lieber Edi

Zuerst möchte ich Dir zu Deiner neuen Stelle als Praktikant im Alters- und Pflegeheim Käferberg in Zürich ganz herzlich gratulieren. Schon als ich Dich während der Schnupperwoche besuchte (siehe Foto), war mir klar, dass Du Deinem Traumberuf eines Dipl. Pflegefachmanns einen grossen Schritt näher gekommen bist. Natürlich ist der Weg dorthin noch weit. Nach einem Jahr Praktikum wirst Du ja - wenn alles gut geht - Deine Ausbildung in Angriff nehmen und hoffentlich mit dem Diplom abschliessen. Ich wünsche Dir auf Deinem Weg schon heute viel Freude, Kraft und vor allem Ausdauer und drücke Dir ganz fest beide Daumen.

Hand aufs Herz Edi, weisst Du eigentlich, warum gerade Du die Praktikantenstelle bekommen hast? Ich will es Dir verraten. Ich kenne Dich seit dem 16. November 2007. Seit diesem Tag warst Du bei mir im Integrationsprogramm JOBCENTER in Laupen.

Ich kenne Dich schon recht gut und werde Dir nun in einigen Punkten darlegen, warum gerade Du bereits vier Wochen vor Ende des Programms vom Stellensuchenden zum Stellenfindenden geworden bist.

  1. Du hast keinen einzigen Tag gefehlt, ausser Du warst am Probearbeiten.
  2. Du warst immer 10 Minuten vor Kursbeginn anwesend.
  3. Du hast sogar in einer Grossküche geschnuppert.
  4. Du hast sehr aufmerksam mitgemacht und Fragen gestellt.
  5. Du hast jeden Tag im Internet nach Stellen gesucht.
  6. Du warst immer fröhlich und ein guter Teamplayer.
  7. Du hast auf Deinen Coach gehört und seine Tipps sofort in die Praxis umgesetzt.
  8. Du warst fleissig und immer sehr aktiv.
  9. Du hast ein Ziel vor Augen gehabt und gewusst, was Du willst.
  10. Du hast gelernt, Bewerbungsbriefe nach "unserem" AIDA-Modell zu schreiben.
  11. Du hast die Bewerbungsdatenbank regelmässig nachgeführt.
  12. Du hast Dich im Kurs freiwillig gemeldet, mit mir das erste Vorstellungsgespräch zu üben (Rollenspiel).
  13. Du wurdest für ein Interview nach Zürich eingeladen .
  14. Du hast Dich im Vorstellungsgespräch von der besten Seite gezeigt.
  15. Du hast Dich schon im Bewerbungsbrief bereit erklärt, eine Woche kostenlos Probe zu arbeiten.
  16. Du hast in dieser Woche Einsatz gezeigt, warst pünktlich, gut vorbereitet und hilfsbereit.
  17. Du warst zu den Bewohnerinnen und Bewohner, zum Chef und zu den Arbeitskollegen und Kolleginnen stets freundlich.
  18. Du hast anscheinend einen sehr guten Gesamteindruck hinterlassen.

Ja, lieber Edi, das sind Deine persönlichen Erfolgsfaktoren, die Dich zum Winner machten. Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute und viel Freude in Deinem beruflichen und privaten Alltag. Du bist auf dem absolut richtigen Weg. Geniesse ihn und denke daran:

"Ohne Fleiss, kein Preis!"

Herzliche Grüsse

Dein Coach

Heinz Bachmann







Samstag, 20. Januar 2007

Schlagzeilen, die mich nicht berühren!

"Schreibe täglich drei Schlagzeilen über Dich, die man morgen in allen Zeitungen lesen sollte!"
Heinz Bachmann

Samstag, 20. Januar 2007, 07.30 Uhr

Meine beiden Kids sitzen schon seit 06.30 Uhr mit ihren Snowboards im Zug nach Arosa. Ich fuhr sie auf den Bahnhof und kaufte mir anschliessend noch den Tages-Anzeiger. Im Postfach liegt wie jeden Tag der "Zürcher Oberländer", welchen wir seit Jahren abonniert haben.

Aus Zeitgründen lese ich nur wenig Zeitschriften, denn ich bin der Meinung, dass mich das Lesen von Zeitungen im Leben nicht wirklich weiterbringt. Zufällig höre ich manchmal im Auto Nachrichten. Oft aber höre ich genau das was ich in fast allen Zeitungen auch hätte lesen können. Aber auch Radio-Nachrichten sind doch oft nur eine Auslese quotensüchtiger Redaktoren. Achte mal auf die Schlagzeilen im Radio und wie sie auf Dich wirken!

Nun sitze ich also mit einer Tasse Kaffee im Büro und schreibe diese Zeilen. Immer einen Blick auf die Schlagzeilen. Hier einige Schlagzeilen von heute mit meinen Kurzkommentaren:

Erneutes Schweigen im Swissair-Prozess
Die halten sich halt alle an das Sprichwort: "Reden ist Silber, schweigen ist Gold!"

Calmy-Rey irritiert mit Idee fürs Rütli
Schön, dass die 1.-August-Feier schon jetzt wieder zur Reden bzw. zu schreiben gibt!
(Übrigens mag ich Micheline Calmy-Rey recht gut)

Dünger auf der Lauberhornpiste hat keine rechtliche Folgen
So ein Scheissdreck!

Arbeitslosigkeit macht viele Menschen krank
Die Arbeitslosigkeit an sich macht nicht krank, aber die Art und Weise wie Betroffene damit umgehen. Mit der Redaktorin dieses Artikels werde ich noch ein Wörtchen reden!

Weniger Elche, mehr Unfälle
Superlogik der schwedischen Wild- und Verkehrsexperten.

1000 Wünsche, aber kein Konzept
Genau darum bin ich nie Politiker geworden.

Hinwiler befürchten ein Verkehrschaos
Wenn alle Hinwiler zuhause bleiben ist das Problem gelöst.

Zwei Taschendiebinnen in flagranti ertappt
Warum verhaftet man keine Zeitdiebe?

Einer Figur auf den Grund gehen
Eine für mich persönliche motivierende Schlagzeile, die ich ändere in:
(M)einer Figur auf den Grund gehen.

Liest Du auch immer zuerst die Schlagzeile und entscheidest Dich dann sofort, ob Du den ganzen Artikel liest? Ich habe übrigens nur den Artikel über die Arbeitslosigkeit vollständig gelesen. Für den Zürcher Oberländer und den Tages-Anzeiger benötige ich etwas 10 Minuten, um die Schlagzeilen zu überfliegen und etwa 20 Minuten Zeit investiere ich in das Lesen der Artikel, die mich interessieren.

Zum Schluss noch meine persönlichen Schlagzeilen, die Du morgen garantiert in keiner Zeitung lesen wirst.


Seit 20 Tagen Nichtraucher
Von Ersatzbefriedigungen nach 30 jährigem Pfeifengenuss.

Auf Erfolgskurs!
Unternehmer macht Stellensuchende zu Stellenfindenden.

Vom Sozialamt zurück in die Selbständigkeit
Nichts ist unmöglich, wie zwei meiner Kursteilnehmer bewiesen haben.


Versuch doch auch einmal Schlagzeilen über Dich zu schreiben. Ich wünsche Dir viel Spass.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann








Mittwoch, 10. Januar 2007

Wo sind die Blogs von 2006?

Sorry, durch die Aufschaltung einer neuen Version von "Blogger" wird auch das Archiv neu organisiert. Man kann nun direkt auf einzelne Artikel (Posts) zugreifen.

Meine ersten 26 Einträge in mein WeB-LOGBook, welche ich im Jahre 2006 geschrieben habe, findest Du unter


www.bachmann-live.blogspot.com

Ich freue mich, wenn Du ab und zu meine Gedankensplitter liest. Ich werde nämlich auch 2007 in unregelmässigen Abständen einige Gedanken "splittern" lassen.

Besten Dank und

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann

Hören macht wissend

"Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen, fünzig um schweigen zu können!"
Ernest Hemingway

Ernst Rotter schreibt in seinem Buch "Entdecke den Adler in Dir" :

Gott hat sich schon etwas dabei gedacht, uns Menschen einen Mund aber zwei Ohren zu geben. Somit erhielt der Mensch die Fähigkeit, mehr zu hören als zu reden. Es ist jedoch ein Unterschied, ob ein Mensch in einem Gespräch nichts hört, hört, zuhört oder hinhört. Jeder Begriff hat eine andere Bedeutung und eine andere Interpretation. Wer nichts hört, dem entgehen Informationen, die sich zwischen und in den Worten, der Wortwahl, dem Tonfall, der Wortlautstärke und der beim Sprechen zum Ausdruck gebrachten Körperspache befinden.

Wer hört, nimmt etwas war, ohne es gedanklich aufzunehmen. Wer zuhört, macht seine Ohren zu. Er ist geistesabwesend, nimmt nichts bewusst war. Dies kommt dem "nichts hören" gleich. Seine Aufmerksamkeit ist wo anders als beim Hören. Wer jedoch gut, sensibel, konzentriert "hinhört", richtet seine geistige und körperliche Aufmerksamkeit auf den Redner. Der gute und erfolgreiche Hörer ist diszipliniert, höflich und zeigt Interesse an seinem Gesprächspartner (er schaut in an). Er lässt seinen Gesprächspartner ausreden bevor er Fragen stellt oder Antworten gibt (er macht eine Pause von 3-5 Sekunden, dadurch steiert er die Aufmerksamkeit und hat mehr Zeit für die Formulierungen seiner Fragen bzw. Antworten). Soviel zu den Aussagen von Ernst Rotter.

Ist Dir auch schon aufgefallen, wie viele Menschen nicht mehr wirklich konzentriert zuhören können? An Sitzungen, Versammlungen, an Kursen, Pausengesprächen stelle ich immer wieder fest, wie viele Menschen am liebsten von sich erzählen, anstatt aufmerksam den Worten seines Gesprächspartners zu lauschen. Schade! Dadurch verpasst man oft die Chance, von und über andere Menschen etwas zu erfahren.

Als Kursleiter, Coach, Diskussionsleiter und Moderator wird von mir in beruflicher Hinsicht erwartet, dass ich viel zu sagen habe. Zugegeben, ich spreche auch gerne über verschiedene Themen. Ich werde in Zukunft jedoch noch besser hinhören, mich noch mehr konzentrieren um wirklich aktiv und mit grösster Anteilnahme meinen Gesprächspartnern die grösste Wertschätzung entgegen zu bringen.

Den Hören macht wissend und ist - ebenso wie Schweigen und Reden - ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Kommunikation und zwischenmenschlicher Beziehung.

Ich wünsche Dir viele spannende Gespräche bei denen Du ein guter Hinhörer bzw. eine gute Hinhörin bist.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann