Dienstag, 27. Februar 2007

BeWerben ist WERBEN

"Pflichtlektüre für Stellensuchende!"
Buchtipp von Heinz Bachmann

In meiner Bibliothek stehen ungefähr 300 Bücher. Davon sind etwa 90% Fachbücher. Da hat sich in den letzten 40 Jahren schon einiges angesammelt. Und stell' Dir vor, ich habe alle gelesen. Aber die letzten Jahre habe ich nicht mehr soviel gelesen. Ich habe mehr Bücher gehört. Ja, Hörbücher sind für mich eine sehr gute Erfindung. Und so habe ich auf meinem PC und auf meinem IPod ca. 20 Hörbücher gespeichert. Aber nun zum Thema.

Vor nicht langer Zeit bekam ich von einer Kundin ein Buch geschenkt. Es trägt den Titel BEWERBEN IST WERBEN. Sie überreichte es mir nach einem Einzelcoaching für Stellensuchende mit der Bemerkung: "Der Autor ist ein Berufskollege von Dir. Er schreibt humorvoll und sehr direkt. Es enthält viele von Deinen Aussagen und Zitaten!" Und mit diesen Worten hat sie mich natürlich sehr "gwunderig" gemacht. Ich hab' das Buch innerhalb von 3 Tagen gelesen und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Ein Klassebuch!

Das Buch ist so locker, humorvoll und motivierend geschrieben, dass ich es einfach nicht mehr weglegen wollte. Es ist vollgepackt mit Know-How. 1000-fach bewährten Tipps & Tricks, Beispielen und DOs & DON'Ts aus dem professionellen BeWerbungsgeschäft. Ich habe ca. 30 Bücher zum Thema Stellensuche in unserer Bibliothek im Jobcenter. Und seit Kurzem steht auch dieses Buch von Christoph Kühnhanss in der Bibliothek. Es ist ein absolutes Muss für alle Stellensuchenden.

Zum Autor:
Lic. phil. Christoph Kühnhanss, geboren 1957 in Luzern, aufgewachsen in Frankfurt am Main und Grächen im Wallis; nach der Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig zwei Jahren Spielzeugschreiner; anschliessend Studium der Philosophie, Germanistik und Politologie ander Universität Genf. Ab 1985 Wirtschaftsjournalist bei der Schweizerischen Depeschenagentur in Bern; ab 1988 Personalberater, Niederlassungsleiter Bern und schliesslich Direktor Beratung einer schweizweiten Personalberatungsunternehmung; seit 1990 selbständig mit der NAVIGAS AG - Unternehmensberatung und Verlag für Human Resources. Zwischendurch bereist er die halbe Welt - zuletzt war er in Äthiopien. Daher wahrscheinlich das Titelbild zum Buch.

Zum Schluss noch ein Blick in das Inhaltsverzeichnis:

  • Was Sie über Werbung wissen sollten
  • Wie läuft das mit dem Arbeitsmarkt?
  • So werden Sie zum Werbeprofi und Texter
  • Lautstärke: Gute Werbung hat die richtigen Dezibel
  • DOs & DON'Ts
  • BeWerbungen die so richtig einschlagen
  • Grafologie ist Voodoo
  • Lücken im Lebenslauf
  • Internet für Spätzünder
  • E-Mail-BeWerbung via Internet
  • Richtig telefonieren
  • Wirksame Rezepte gegen Telefonangst
  • Die richtigen Stellen finden - das ist Kunst
  • Inserate richtig lesen
  • Die Umsetzung in treffende Bewerbungsbriefe
  • So finden Sie Jobs im Internet
  • So geht man um mit merkwürdigen Personalberatern
  • Networking
  • Vorstellungsgespräch - No Problem
  • Was Sie eigentlich erwartet
  • Ihre cleveren Fragen an Personalmenschen
  • Lohnverhandlungen
  • Körpersprache
  • Der erste Eindruck
  • Coach Yourself
  • Dein innerer Werbefilm
  • Ziele setzen, die unter die Haut gehen
  • Du bist genau der Mensch, der du bist

Das war meine erste und wahrscheinlich auch einzige Buchempfehlung, die ich in meinen Gedankensplitter mache. Aber das musste einfach sein. Und wenn ich jemals ein Buch schreiben würde, dann wäre es etwa in diesem Stil und mit diesem Inhalt gewesen. Und weil mir Christoph Kühnhanss diese Arbeit abgenommen hat, brauche ich auch kein Buch mehr zu diesem Thema zu schreiben. Den besser und perfekter, ehrlicher und humorvoller, offener und kompetenter kann man kein Buch zu diesem für viele Menschen viel zu ernsten Thema schreiben. Herzliche Gratulation und ein grosses Dankeschön, lieber Christoph Kühnhanss.

Ich werde weiterhin Podcasts und - wer weiss - vielleicht schon bald mein erstes Hörbuch produzieren. Ich wünsche Dir, liebe Leserin und lieber Leser, einen wunderschönen Tag.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann




Sonntag, 11. Februar 2007

Perfekt smalltalken - kann jeder lernen!

Freundliche Worte kosten nichts und bringen viel ein.
Blaise Pascal

Kennen Sie folgende Situation. Sie kommen auf eine Party und kennen niemanden ausser den beiden Gastgebern, und die sind grad mit irgendetwas beschäftigt und haben keine Zeit, sich um Sie zu kümmern. Um Sie herum tummeln sich lauter fröhliche fremde Menschen, die Sie nicht kennen. Die Leute plaudern, lachen, erzählen sich Geschichten und amüsieren sich offensichtlich sehr gut. Und ich - was mache ich nun? Wie komme ich mit den Leuten ins Gespräch? Ich kann doch nicht einfach sagen: "Grüss Gott, da bin ich und jetzt redet doch bitte auch einmal mit mir!"

Ich persönlich liebe Smalltalks und deshalb fühle ich mich auf Partys sofort wohl und finde auch bald den "richtigen" Smalltalk-Partner oder die richtige Smalltalk-Partnerin. Oder kennen Sie die Situation im Restaurant, wenn der Kellner zwei Personen an Ihren Tisch bringt und mit einem Lächeln sagt: "Sie gestatten, dass die zwei Herren an Ihren Tisch sitzen?" Es klang mehr nach einer Anordnung, als nach einer Frage. Nun gut, die zwei Herren setzen sich, begrüssen mich etwas schüchtern und dann passiert verbal im Augenblick nichts mehr. Und schon liegt es wieder an mir, herauszufinden, ob ein Smalltalk angebracht ist, oder ob die Herrschaften eher "unter sich" bleiben wollen, was an einem kleinen, runden Tisch eher schwierig werden wird. Je nach dem kann es aber auch sein, dass ich sehr froh bin, wenn ich mit den beiden "Typen" kein Gespräch anfangen muss.

Genau solche spannenden Situationen bewogen mich, ein neues Tagesseminar zu entwickeln. Es trägt den Titel Perfekt smalltalken und wird in regelmässigen Abständen vom Bildungszentrum Uster im Internet unter www.bzu.ch angeboten. Am vergangenen Samstag hatte ich in Uster Premiere. Das Seminar kam sehr gut an. Die Teilnehmenden hatten sogar konkrete Wünsche und Situationen mitgebracht, die im Seminar besprochen und teilweise auch als Rollenspiel trainiert wurden. Mit einem grossen Themenkatalog und mit vielen Tipps und Tricks zum Thema Smalltalk gingen sie zufrieden und voller Tatendrang nach Hause.

Doch wie definieren wir Smalltalk. Smalltalk ist ein lockerer, zwangloser, im Idealfall unterhaltsamer und sogar humorvoller verbaler Austausch zwischen Menschen. Er soll eine angenehme Atmosphäre schaffen, Spannungen lösen und eine, wenn auch manchmal nur kurze Beziehung schaffen. Der Smalltalk (kleines Gespräch) schlägt Brücken zwischen Menschen.

Kann man "smalltalken" überhaupt lernen? Ja man kann! Die Fähigkeit mit Fremden ins Gespräch zu gelangen, ist eine Frage der Übung und der Gewohnheit. Mit folgenden Voraussetzungen wird es Ihnen noch leichter fallen:

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • kommunikations- und kontaktfreudig
  • Gutes Selbstbewusstsein
  • Eine Brise Humor besitzen
  • gute Manieren haben
  • Positive Grundeinstellung
  • Lächeln können
  • Man muss Menschen mögen

Eigentlich könnte man diese Punkte unter Sozialkompetenzen zusammen fassen. Soziale Talente sind kein Privileg einer kleinen Minderheit mit einer besonders glücklichen Kindheit. Nein, jeder kann mit der richtigen Einstellung und mit ein bisschen Übung mittels Smalltalk seine Kommunikationsfähigkeit täglich trainieren, weiter entwickeln und mit der Zeit beruflich und privat einen grossen, stabilen Bekanntenkreis gewinnen.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim nächsten Smalltalk.

Herzliche Grüsse

Heinz Bachmann