Montag, 12. März 2007

Die Kraft der Sonnenstrahlen

"In Dir befindet sich gerade jetzt die Kraft, um Dinge zu tun, die Du nie für möglich gehalten hast. Diese Kraft steht Dir zur Verfügung, sobald Du Deine Einstellung änderst"
Maxwell Maltz


Guten Morgen, liebe Mitmenschen

Ich kann es einfach nicht lassen. Immer wenn ich zwischen 06.00 und 07.00 Uhr auf der Terrasse meine ersten Fitnessübungen mache, kann ich es kaum erwarten, bis die Sonne aufgeht. Heute war es um 07.08 Uhr wieder einmal so weit. Sofort zurück ins Büro, die Fotokamera packen und den schönen Moment festhalten. Es ist Montag. Für die einen ein schöner Tag, für andere ein mühsamer Tag. Schon wieder steht eine Woche vor der Tür. Gestern schrieb mir ein ehemaliger Kursteilnehmer, dass er heute, am 12. März 2007 nach 3-jähriger Suchzeit endlich wieder arbeiten kann. Er ist Buchhalter und 57 Jahre jung. Er hat fast nicht mehr daran geglaubt. Ob er die Kraft und die Ausdauer wohl auch aus der Natur geschöpft hat. Ich wünsche Dir, lieber Hans, auf diesem Weg einen guten Start ins Berufsleben. Viel Erfolg und Freude an Deiner neuen Arbeit als Buchhalter.

Zurück zum Thema. Schau Dir mal das Bild genau an. Bereits 30 Minuten vor Sonnenaufgang bot sich mir ein farbenprächtiges Panorama. Und jetzt ist sie da. Die Sonne. Ihre Strahlen werden heute auf der ganzen Welt wahrgenommen. Leider nicht von allen. Die einen wollen sie nicht sehen, die anderen können sie nicht sehen. Nimm' Dir doch morgen die Zeit, gehe kurz nach sieben Uhr nach draussen und warte, bis sie ganz langsam am Horizont erscheint. Vielleicht spürst Du, wie toll das ist. Achte mal darauf, was in Dir vorgeht und freue Dich jeden Tag aufs Neue, wenn die Sonne auch für Dich wieder aufgeht.

Ich wünsche Dir eine schöne, sonnige und warmherzige Woche

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann

Dienstag, 27. Februar 2007

BeWerben ist WERBEN

"Pflichtlektüre für Stellensuchende!"
Buchtipp von Heinz Bachmann

In meiner Bibliothek stehen ungefähr 300 Bücher. Davon sind etwa 90% Fachbücher. Da hat sich in den letzten 40 Jahren schon einiges angesammelt. Und stell' Dir vor, ich habe alle gelesen. Aber die letzten Jahre habe ich nicht mehr soviel gelesen. Ich habe mehr Bücher gehört. Ja, Hörbücher sind für mich eine sehr gute Erfindung. Und so habe ich auf meinem PC und auf meinem IPod ca. 20 Hörbücher gespeichert. Aber nun zum Thema.

Vor nicht langer Zeit bekam ich von einer Kundin ein Buch geschenkt. Es trägt den Titel BEWERBEN IST WERBEN. Sie überreichte es mir nach einem Einzelcoaching für Stellensuchende mit der Bemerkung: "Der Autor ist ein Berufskollege von Dir. Er schreibt humorvoll und sehr direkt. Es enthält viele von Deinen Aussagen und Zitaten!" Und mit diesen Worten hat sie mich natürlich sehr "gwunderig" gemacht. Ich hab' das Buch innerhalb von 3 Tagen gelesen und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Ein Klassebuch!

Das Buch ist so locker, humorvoll und motivierend geschrieben, dass ich es einfach nicht mehr weglegen wollte. Es ist vollgepackt mit Know-How. 1000-fach bewährten Tipps & Tricks, Beispielen und DOs & DON'Ts aus dem professionellen BeWerbungsgeschäft. Ich habe ca. 30 Bücher zum Thema Stellensuche in unserer Bibliothek im Jobcenter. Und seit Kurzem steht auch dieses Buch von Christoph Kühnhanss in der Bibliothek. Es ist ein absolutes Muss für alle Stellensuchenden.

Zum Autor:
Lic. phil. Christoph Kühnhanss, geboren 1957 in Luzern, aufgewachsen in Frankfurt am Main und Grächen im Wallis; nach der Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig zwei Jahren Spielzeugschreiner; anschliessend Studium der Philosophie, Germanistik und Politologie ander Universität Genf. Ab 1985 Wirtschaftsjournalist bei der Schweizerischen Depeschenagentur in Bern; ab 1988 Personalberater, Niederlassungsleiter Bern und schliesslich Direktor Beratung einer schweizweiten Personalberatungsunternehmung; seit 1990 selbständig mit der NAVIGAS AG - Unternehmensberatung und Verlag für Human Resources. Zwischendurch bereist er die halbe Welt - zuletzt war er in Äthiopien. Daher wahrscheinlich das Titelbild zum Buch.

Zum Schluss noch ein Blick in das Inhaltsverzeichnis:

  • Was Sie über Werbung wissen sollten
  • Wie läuft das mit dem Arbeitsmarkt?
  • So werden Sie zum Werbeprofi und Texter
  • Lautstärke: Gute Werbung hat die richtigen Dezibel
  • DOs & DON'Ts
  • BeWerbungen die so richtig einschlagen
  • Grafologie ist Voodoo
  • Lücken im Lebenslauf
  • Internet für Spätzünder
  • E-Mail-BeWerbung via Internet
  • Richtig telefonieren
  • Wirksame Rezepte gegen Telefonangst
  • Die richtigen Stellen finden - das ist Kunst
  • Inserate richtig lesen
  • Die Umsetzung in treffende Bewerbungsbriefe
  • So finden Sie Jobs im Internet
  • So geht man um mit merkwürdigen Personalberatern
  • Networking
  • Vorstellungsgespräch - No Problem
  • Was Sie eigentlich erwartet
  • Ihre cleveren Fragen an Personalmenschen
  • Lohnverhandlungen
  • Körpersprache
  • Der erste Eindruck
  • Coach Yourself
  • Dein innerer Werbefilm
  • Ziele setzen, die unter die Haut gehen
  • Du bist genau der Mensch, der du bist

Das war meine erste und wahrscheinlich auch einzige Buchempfehlung, die ich in meinen Gedankensplitter mache. Aber das musste einfach sein. Und wenn ich jemals ein Buch schreiben würde, dann wäre es etwa in diesem Stil und mit diesem Inhalt gewesen. Und weil mir Christoph Kühnhanss diese Arbeit abgenommen hat, brauche ich auch kein Buch mehr zu diesem Thema zu schreiben. Den besser und perfekter, ehrlicher und humorvoller, offener und kompetenter kann man kein Buch zu diesem für viele Menschen viel zu ernsten Thema schreiben. Herzliche Gratulation und ein grosses Dankeschön, lieber Christoph Kühnhanss.

Ich werde weiterhin Podcasts und - wer weiss - vielleicht schon bald mein erstes Hörbuch produzieren. Ich wünsche Dir, liebe Leserin und lieber Leser, einen wunderschönen Tag.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann




Sonntag, 11. Februar 2007

Perfekt smalltalken - kann jeder lernen!

Freundliche Worte kosten nichts und bringen viel ein.
Blaise Pascal

Kennen Sie folgende Situation. Sie kommen auf eine Party und kennen niemanden ausser den beiden Gastgebern, und die sind grad mit irgendetwas beschäftigt und haben keine Zeit, sich um Sie zu kümmern. Um Sie herum tummeln sich lauter fröhliche fremde Menschen, die Sie nicht kennen. Die Leute plaudern, lachen, erzählen sich Geschichten und amüsieren sich offensichtlich sehr gut. Und ich - was mache ich nun? Wie komme ich mit den Leuten ins Gespräch? Ich kann doch nicht einfach sagen: "Grüss Gott, da bin ich und jetzt redet doch bitte auch einmal mit mir!"

Ich persönlich liebe Smalltalks und deshalb fühle ich mich auf Partys sofort wohl und finde auch bald den "richtigen" Smalltalk-Partner oder die richtige Smalltalk-Partnerin. Oder kennen Sie die Situation im Restaurant, wenn der Kellner zwei Personen an Ihren Tisch bringt und mit einem Lächeln sagt: "Sie gestatten, dass die zwei Herren an Ihren Tisch sitzen?" Es klang mehr nach einer Anordnung, als nach einer Frage. Nun gut, die zwei Herren setzen sich, begrüssen mich etwas schüchtern und dann passiert verbal im Augenblick nichts mehr. Und schon liegt es wieder an mir, herauszufinden, ob ein Smalltalk angebracht ist, oder ob die Herrschaften eher "unter sich" bleiben wollen, was an einem kleinen, runden Tisch eher schwierig werden wird. Je nach dem kann es aber auch sein, dass ich sehr froh bin, wenn ich mit den beiden "Typen" kein Gespräch anfangen muss.

Genau solche spannenden Situationen bewogen mich, ein neues Tagesseminar zu entwickeln. Es trägt den Titel Perfekt smalltalken und wird in regelmässigen Abständen vom Bildungszentrum Uster im Internet unter www.bzu.ch angeboten. Am vergangenen Samstag hatte ich in Uster Premiere. Das Seminar kam sehr gut an. Die Teilnehmenden hatten sogar konkrete Wünsche und Situationen mitgebracht, die im Seminar besprochen und teilweise auch als Rollenspiel trainiert wurden. Mit einem grossen Themenkatalog und mit vielen Tipps und Tricks zum Thema Smalltalk gingen sie zufrieden und voller Tatendrang nach Hause.

Doch wie definieren wir Smalltalk. Smalltalk ist ein lockerer, zwangloser, im Idealfall unterhaltsamer und sogar humorvoller verbaler Austausch zwischen Menschen. Er soll eine angenehme Atmosphäre schaffen, Spannungen lösen und eine, wenn auch manchmal nur kurze Beziehung schaffen. Der Smalltalk (kleines Gespräch) schlägt Brücken zwischen Menschen.

Kann man "smalltalken" überhaupt lernen? Ja man kann! Die Fähigkeit mit Fremden ins Gespräch zu gelangen, ist eine Frage der Übung und der Gewohnheit. Mit folgenden Voraussetzungen wird es Ihnen noch leichter fallen:

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • kommunikations- und kontaktfreudig
  • Gutes Selbstbewusstsein
  • Eine Brise Humor besitzen
  • gute Manieren haben
  • Positive Grundeinstellung
  • Lächeln können
  • Man muss Menschen mögen

Eigentlich könnte man diese Punkte unter Sozialkompetenzen zusammen fassen. Soziale Talente sind kein Privileg einer kleinen Minderheit mit einer besonders glücklichen Kindheit. Nein, jeder kann mit der richtigen Einstellung und mit ein bisschen Übung mittels Smalltalk seine Kommunikationsfähigkeit täglich trainieren, weiter entwickeln und mit der Zeit beruflich und privat einen grossen, stabilen Bekanntenkreis gewinnen.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim nächsten Smalltalk.

Herzliche Grüsse

Heinz Bachmann

Sonntag, 28. Januar 2007

Bravo Edi - und herzlichen Glückwunsch!

"Ohne Fleiss - kein Preis!"

Lieber Edi

Zuerst möchte ich Dir zu Deiner neuen Stelle als Praktikant im Alters- und Pflegeheim Käferberg in Zürich ganz herzlich gratulieren. Schon als ich Dich während der Schnupperwoche besuchte (siehe Foto), war mir klar, dass Du Deinem Traumberuf eines Dipl. Pflegefachmanns einen grossen Schritt näher gekommen bist. Natürlich ist der Weg dorthin noch weit. Nach einem Jahr Praktikum wirst Du ja - wenn alles gut geht - Deine Ausbildung in Angriff nehmen und hoffentlich mit dem Diplom abschliessen. Ich wünsche Dir auf Deinem Weg schon heute viel Freude, Kraft und vor allem Ausdauer und drücke Dir ganz fest beide Daumen.

Hand aufs Herz Edi, weisst Du eigentlich, warum gerade Du die Praktikantenstelle bekommen hast? Ich will es Dir verraten. Ich kenne Dich seit dem 16. November 2007. Seit diesem Tag warst Du bei mir im Integrationsprogramm JOBCENTER in Laupen.

Ich kenne Dich schon recht gut und werde Dir nun in einigen Punkten darlegen, warum gerade Du bereits vier Wochen vor Ende des Programms vom Stellensuchenden zum Stellenfindenden geworden bist.

  1. Du hast keinen einzigen Tag gefehlt, ausser Du warst am Probearbeiten.
  2. Du warst immer 10 Minuten vor Kursbeginn anwesend.
  3. Du hast sogar in einer Grossküche geschnuppert.
  4. Du hast sehr aufmerksam mitgemacht und Fragen gestellt.
  5. Du hast jeden Tag im Internet nach Stellen gesucht.
  6. Du warst immer fröhlich und ein guter Teamplayer.
  7. Du hast auf Deinen Coach gehört und seine Tipps sofort in die Praxis umgesetzt.
  8. Du warst fleissig und immer sehr aktiv.
  9. Du hast ein Ziel vor Augen gehabt und gewusst, was Du willst.
  10. Du hast gelernt, Bewerbungsbriefe nach "unserem" AIDA-Modell zu schreiben.
  11. Du hast die Bewerbungsdatenbank regelmässig nachgeführt.
  12. Du hast Dich im Kurs freiwillig gemeldet, mit mir das erste Vorstellungsgespräch zu üben (Rollenspiel).
  13. Du wurdest für ein Interview nach Zürich eingeladen .
  14. Du hast Dich im Vorstellungsgespräch von der besten Seite gezeigt.
  15. Du hast Dich schon im Bewerbungsbrief bereit erklärt, eine Woche kostenlos Probe zu arbeiten.
  16. Du hast in dieser Woche Einsatz gezeigt, warst pünktlich, gut vorbereitet und hilfsbereit.
  17. Du warst zu den Bewohnerinnen und Bewohner, zum Chef und zu den Arbeitskollegen und Kolleginnen stets freundlich.
  18. Du hast anscheinend einen sehr guten Gesamteindruck hinterlassen.

Ja, lieber Edi, das sind Deine persönlichen Erfolgsfaktoren, die Dich zum Winner machten. Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute und viel Freude in Deinem beruflichen und privaten Alltag. Du bist auf dem absolut richtigen Weg. Geniesse ihn und denke daran:

"Ohne Fleiss, kein Preis!"

Herzliche Grüsse

Dein Coach

Heinz Bachmann







Samstag, 20. Januar 2007

Schlagzeilen, die mich nicht berühren!

"Schreibe täglich drei Schlagzeilen über Dich, die man morgen in allen Zeitungen lesen sollte!"
Heinz Bachmann

Samstag, 20. Januar 2007, 07.30 Uhr

Meine beiden Kids sitzen schon seit 06.30 Uhr mit ihren Snowboards im Zug nach Arosa. Ich fuhr sie auf den Bahnhof und kaufte mir anschliessend noch den Tages-Anzeiger. Im Postfach liegt wie jeden Tag der "Zürcher Oberländer", welchen wir seit Jahren abonniert haben.

Aus Zeitgründen lese ich nur wenig Zeitschriften, denn ich bin der Meinung, dass mich das Lesen von Zeitungen im Leben nicht wirklich weiterbringt. Zufällig höre ich manchmal im Auto Nachrichten. Oft aber höre ich genau das was ich in fast allen Zeitungen auch hätte lesen können. Aber auch Radio-Nachrichten sind doch oft nur eine Auslese quotensüchtiger Redaktoren. Achte mal auf die Schlagzeilen im Radio und wie sie auf Dich wirken!

Nun sitze ich also mit einer Tasse Kaffee im Büro und schreibe diese Zeilen. Immer einen Blick auf die Schlagzeilen. Hier einige Schlagzeilen von heute mit meinen Kurzkommentaren:

Erneutes Schweigen im Swissair-Prozess
Die halten sich halt alle an das Sprichwort: "Reden ist Silber, schweigen ist Gold!"

Calmy-Rey irritiert mit Idee fürs Rütli
Schön, dass die 1.-August-Feier schon jetzt wieder zur Reden bzw. zu schreiben gibt!
(Übrigens mag ich Micheline Calmy-Rey recht gut)

Dünger auf der Lauberhornpiste hat keine rechtliche Folgen
So ein Scheissdreck!

Arbeitslosigkeit macht viele Menschen krank
Die Arbeitslosigkeit an sich macht nicht krank, aber die Art und Weise wie Betroffene damit umgehen. Mit der Redaktorin dieses Artikels werde ich noch ein Wörtchen reden!

Weniger Elche, mehr Unfälle
Superlogik der schwedischen Wild- und Verkehrsexperten.

1000 Wünsche, aber kein Konzept
Genau darum bin ich nie Politiker geworden.

Hinwiler befürchten ein Verkehrschaos
Wenn alle Hinwiler zuhause bleiben ist das Problem gelöst.

Zwei Taschendiebinnen in flagranti ertappt
Warum verhaftet man keine Zeitdiebe?

Einer Figur auf den Grund gehen
Eine für mich persönliche motivierende Schlagzeile, die ich ändere in:
(M)einer Figur auf den Grund gehen.

Liest Du auch immer zuerst die Schlagzeile und entscheidest Dich dann sofort, ob Du den ganzen Artikel liest? Ich habe übrigens nur den Artikel über die Arbeitslosigkeit vollständig gelesen. Für den Zürcher Oberländer und den Tages-Anzeiger benötige ich etwas 10 Minuten, um die Schlagzeilen zu überfliegen und etwa 20 Minuten Zeit investiere ich in das Lesen der Artikel, die mich interessieren.

Zum Schluss noch meine persönlichen Schlagzeilen, die Du morgen garantiert in keiner Zeitung lesen wirst.


Seit 20 Tagen Nichtraucher
Von Ersatzbefriedigungen nach 30 jährigem Pfeifengenuss.

Auf Erfolgskurs!
Unternehmer macht Stellensuchende zu Stellenfindenden.

Vom Sozialamt zurück in die Selbständigkeit
Nichts ist unmöglich, wie zwei meiner Kursteilnehmer bewiesen haben.


Versuch doch auch einmal Schlagzeilen über Dich zu schreiben. Ich wünsche Dir viel Spass.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann








Mittwoch, 10. Januar 2007

Wo sind die Blogs von 2006?

Sorry, durch die Aufschaltung einer neuen Version von "Blogger" wird auch das Archiv neu organisiert. Man kann nun direkt auf einzelne Artikel (Posts) zugreifen.

Meine ersten 26 Einträge in mein WeB-LOGBook, welche ich im Jahre 2006 geschrieben habe, findest Du unter


www.bachmann-live.blogspot.com

Ich freue mich, wenn Du ab und zu meine Gedankensplitter liest. Ich werde nämlich auch 2007 in unregelmässigen Abständen einige Gedanken "splittern" lassen.

Besten Dank und

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann

Hören macht wissend

"Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen, fünzig um schweigen zu können!"
Ernest Hemingway

Ernst Rotter schreibt in seinem Buch "Entdecke den Adler in Dir" :

Gott hat sich schon etwas dabei gedacht, uns Menschen einen Mund aber zwei Ohren zu geben. Somit erhielt der Mensch die Fähigkeit, mehr zu hören als zu reden. Es ist jedoch ein Unterschied, ob ein Mensch in einem Gespräch nichts hört, hört, zuhört oder hinhört. Jeder Begriff hat eine andere Bedeutung und eine andere Interpretation. Wer nichts hört, dem entgehen Informationen, die sich zwischen und in den Worten, der Wortwahl, dem Tonfall, der Wortlautstärke und der beim Sprechen zum Ausdruck gebrachten Körperspache befinden.

Wer hört, nimmt etwas war, ohne es gedanklich aufzunehmen. Wer zuhört, macht seine Ohren zu. Er ist geistesabwesend, nimmt nichts bewusst war. Dies kommt dem "nichts hören" gleich. Seine Aufmerksamkeit ist wo anders als beim Hören. Wer jedoch gut, sensibel, konzentriert "hinhört", richtet seine geistige und körperliche Aufmerksamkeit auf den Redner. Der gute und erfolgreiche Hörer ist diszipliniert, höflich und zeigt Interesse an seinem Gesprächspartner (er schaut in an). Er lässt seinen Gesprächspartner ausreden bevor er Fragen stellt oder Antworten gibt (er macht eine Pause von 3-5 Sekunden, dadurch steiert er die Aufmerksamkeit und hat mehr Zeit für die Formulierungen seiner Fragen bzw. Antworten). Soviel zu den Aussagen von Ernst Rotter.

Ist Dir auch schon aufgefallen, wie viele Menschen nicht mehr wirklich konzentriert zuhören können? An Sitzungen, Versammlungen, an Kursen, Pausengesprächen stelle ich immer wieder fest, wie viele Menschen am liebsten von sich erzählen, anstatt aufmerksam den Worten seines Gesprächspartners zu lauschen. Schade! Dadurch verpasst man oft die Chance, von und über andere Menschen etwas zu erfahren.

Als Kursleiter, Coach, Diskussionsleiter und Moderator wird von mir in beruflicher Hinsicht erwartet, dass ich viel zu sagen habe. Zugegeben, ich spreche auch gerne über verschiedene Themen. Ich werde in Zukunft jedoch noch besser hinhören, mich noch mehr konzentrieren um wirklich aktiv und mit grösster Anteilnahme meinen Gesprächspartnern die grösste Wertschätzung entgegen zu bringen.

Den Hören macht wissend und ist - ebenso wie Schweigen und Reden - ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Kommunikation und zwischenmenschlicher Beziehung.

Ich wünsche Dir viele spannende Gespräche bei denen Du ein guter Hinhörer bzw. eine gute Hinhörin bist.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann