Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Januarloch


Das ganze Jahr im Januarloch!

Manchmal habe ich das Gefühl, Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfänger sitzen das ganze Jahr im Januarloch. Mit sehr wenig Geld auskommen, ist geradezu eine Kunst. Einige beherrschen diese Kunst, andere haben schon mitte Monat ein Loch im Portemonnaie. Und das nicht nur im Januar.

Doch von wo kommt dieses "bekannte" Loch überhaupt? Hat es vielleicht mehr etwas mit einem psychischen Tief zu tun? Im Januar präsentiert sich das Bankkonto auch für "Normalverdiener" oft erstaunlich abgemagert. Viele Geschäfte sprechen vom Januarloch, weil in diesem Monat der Umsatz nicht stimmt. Hotel, Restaurants jammern über ausbleibende Gäste. Auch in den bekannten Wintersportorten wird befürchtet, dass die Krise das früher so gefürchtete Januarloch zurückgebracht hat.

Wäre kein Geld hat, kann auch nicht konsumieren. Aber auch ohne Geld kann man in ein Loch fallen. Hanspeter Wengle, Chefarzt der Kantonalen Psychiatischen Dienste St. Gallen weiss, dass in der dunklen Jahreszeit die Zahl der Menschen, welche an Depressionen leiden, zunimmt. "Schlimm ist es auch nach Weihnachten, da zu dieser Zeit alles harmonisch ablaufen sollte. Wenn dann das Leben nicht ganz so gut funktioniert, kann man schon mal in ein tiefes Loch fallen", erklärt Hanspeter Wengle. Weiter weiss der Chefarzt, dass es spezielle Depressionen gibt, die in einem Zusammenhang mit den Sonnenlicht stehen. Diese Art von psychischer Krankheit komme hauptsächlich im Winter vor. Fest steht, dass man im Winter wegen der fehlenden Wärme und Sonnenschein in ein Loch fallen kann. Doch das Januarloch kann es nicht sein, da sich dieses Phänomen den ganzen Winter durchzieht.

Ich wünsche Dir viel Wärme, Sonnenschein und einen angenehmen, rutschfreien Winter.

Herzliche Grüsse
Heinz Bachmann

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